Thermal Care erklärt: Wann wird erhöhte Temperatur zu Fieber?

30. September 2020

Wenn der Körper im Ausnahmezustand ist

Fieber ist eine der stärksten Abwehrreaktionen des Körpers die darauf hindeutet, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung ist. Aber wie entsteht das Symptom und wo verläuft die Grenze zwischen erhöhter Temperatur und hohem Fieber? Und wie steigt die Temperatur während des Krankheitsverlaufs an? In diesem Artikel erhalten Sie zusammengefasst die grundlegenden Informationen von Stiftungs Gesundheitswissen und Internisten im Netz rund um das Thema Fieber.

Vor dem Ausbruch des Coronavirus war ein Supermarktbesuch einfach ein Supermarktbesuch. Niemand machte sich nach dem Einkaufen Gedanken darüber, ob man sich einmal zu wenig die Hände gewaschen hat und wie oft davor die Pfirsiche schon angefasst wurden. Die Zeit danach gehen einem die üblichen Gedanken durch den Kopf: Fühlt man sich wärmer als sonst an? Sollte man doch lieber mal Fieber messen? Früher war erhöhte Temperatur ein Symptom für Krankheit, heute ist es ein Stigmata für den Überträger einer Infektionskette.

Fieber ist ein Symptom, keine Krankheit

Aber wann wird erhöhte Temperatur zu Fieber und wie entsteht sie genau? Fieber ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, das am häufigsten bei Infektionskrankheiten wie der Erkältung, Grippe oder auch dem neuartigen Coronavirus als Begleiterscheinung auftritt. Erhöhte Temperatur ist ein Alarmzustand und suggeriert dem Körper, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung ist.
Sie hilft dem Abwehrsystem, die eingedrungenen Krankheitserreger zu bekämpfen, da viele Vorgänge im Körper bei einem Temperaturanstieg schneller ablaufen. Laut Stiftung Gesundheitswissen werden dadurch die Abwehrzellen aktiviert, die das Wachstum von Bakterien oder Viren einschränken.
Wie weit die Körpertemperatur ansteigt, hängt von der Art und Menge an Krankheitserregern sowie von der persönlichen Reaktion des Abwehrsystems ab. Bei einer Körpertemperatur zwischen 37,5 und 38,4 Grad sprechen Mediziner von erhöhter Temperatur. Fieber beginnt bei 38,5 Grad Celsius, wenn das Thermometer 39,5 Grad anzeigt spricht man sogar von hohem Fieber. Steigt die Temperatur auf 41 Grad und mehr, ist es lebensbedrohlich. Wenn ein Erwachsener eine Erkältung hat, erhöhen die Erreger die Temperatur im Körper meistens nur leicht. Grippeviren und Bakterien dagegen lösen häufig höheres Fieber aus.

Fieber zeigt sich nicht nur durch eine Temperaturerhöhung

Doch wie entsteht Fieber eigentlich? Im Gehirn sitzt eine “Schaltzentrale”, die sich Hypothalamus1 nennt. Sie steuert die Temperatur des Körpers. Wenn Krankheitserreger in den Körper eindringen, werden Botenstoffe2 freigesetzt, die überall in den Organismus gelangen. Der Hypothalamus signalisiert dann dem Körper, dass etwas nicht in Ordnung ist und er leitet die Abwehr ein.2 Um die Körpertemperatur zu erhöhen, kurbelt er den Stoffwechsel an und lässt die Muskeln kontrahieren – das kann dann schnell zu dem bekannten Zittern führen, dass wir als Schüttelfrost wahrnehmen. Damit die Wärme im Körper bleibt, wird die Abgabe über die Haut gedrosselt.1 Das ist der Grund, warum Hände und Füße oft kalt und die Wangen oft blass bei Fieber sind. Eine erhöhte Körpertemperatur steigert außerdem den Sauerstoffbedarf und den Energieumsatz im menschlichen Körper.1 Das beansprucht das Herz-Kreislauf-System, weshalb ein schneller Puls und beschleunigtes Atmen weitere mögliche Folgen des Fiebers sein können.1 Menschen mit Herz- oder Lungenproblemen sollten deshalb schleunigst einen Arzt aufsuchen, wenn sie erhöhte Temperatur bemerken.

Quellen:
1https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/fieber/hintergrund
2https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/fieber/temperatur-regulation-im-koerper.html

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